"inIT" feiert Zehnjähriges

Das Institut für industrielle Informationstechnik ("inIT") im Fachbereich Elektrotechnik und Technische Informatik der Hochschule OWL blickt in diesem Jahr auf 10 Jahre erfolgreiche Tätigkeit zurück. Die Forschungseinrichtung befasst sich seit Institutsgründung 2006 mit dem Themenfeld Industrielle Informationstechnik. Mit der interdisziplinären Besetzung durch sieben Professoren aus den Bereichen Ingenieurwissenschaften, Informatik, Mathematik, Physik und Wahrnehmungspsychologie und einem internationalen Forscherteam aus 29 verschiedenen Nationen hat sich das "inIT" zu einem der führenden Forschungseinrichtungen auf diesem Gebiet entwickelt.

 

Das "inIT"-Professorenteam: Professor Jürgen Jasperneite, Professor Volker Lohweg, Professor Carsten Röcker, Professor Stefan Witte, Professor Oliver Niggemann, Professor Uwe Meier und Professor Stefan Heiss (v.l.) (Bild: Centrum Industrial IT)

 

„Als größtes Institut der Hochschule OWL verstehen wir uns nicht nur als reine Forschungseinrichtung, sondern möchten auch einen gesellschaftlichen Beitrag leisten“, sagt Institutsleiter Professor Jürgen Jasperneite. Am "inIT" werde daher geforscht und gleichzeitig auch der Ingenieurnachwuchs ausgebildet. Mehr als 60 Mitarbeitenden finden sich dort heute in verschiedenen Kompetenzfeldern der industriellen Informationstechnik. Zudem haben die Lemgoer kontinuierlich ihre internationale Sichtbarkeit weiter ausgebaut. Davon legene die vielen nationalen und internationalen Forschungsprojekte und Publikationen ein Zeugnis ab. Aber auch als Ausrichter von Fachkonferenzen, wie der „Kommunikation in der Automation – KommA“, der „Bildverarbeitung in der Automation – BVAu“ oder jüngst der internationalen IEEE-Konferenz „ETFA“, haben sich die Wissenschaftler einen Namen gemacht. Mehrfach wurden sie bereits auf internationalen Konferenzen für ihre wissenschaftlichen Tagungsbeiträge prämiert. „Nun - zehn Jahre später - sehen wir, dass sich der Zusammenschluss von interdisziplinären Fachgebieten verbunden mit viel Engagement erfolgreich bewährt hat“, erläutert Prof. J. Jasperneite.

Das "inIT" hat zur Einführung von Informationstechnologien in die Industrie beigetragen: Mit Entwicklungen wie dem Tiger-Chip für Echtzeit-Ethernet, Trusted Wireless, Automation Cloud, Banknotensicherheit, oder dem weltweit kleinsten OPC-UA-Server. Außerdem hat das Institut mit der Gründung des deutschlandweit ersten Fraunhofer-Anwendungszentrums und der Realisierung des ersten Science-to-Business-Centers Centrum Industrial IT (CIIT) die Ansiedlung von Unternehmen direkt auf dem Campus sowie die Errichtung der Forschungs- und Demonstrationsfabrik "SmartFactoryOWL" der Fraunhofer-Gesellschaft und der Hochschule OWL beflügelt. Professor Uwe Meier, Dekan des Fachbereiches Elektrotechnik und Technische Informatik an der Hochschule OWL, resümiert: „Die Gründung des ,inIT'-Instituts war der prägendste Meilenstein in der 50-jährigen erfolgreichen Geschichte unseres Fachbereichs. Und geradezu wegbereitend war die Gründung für die gesamte Hochschule OWL.“

Prof. J. Jasperneite betont, dass anwendungsorientierte Grundlagenforschung keine Einbahnstraße sei; Forschungsinstitute und Unternehmen profitieren voneinander: „Wir befinden uns inmitten von Ostwestfalen-Lippe, einem der wichtigsten Cluster des deutschen Maschinenbaus und der Industrieelektronik in Deutschland. Dieses Umfeld beeinflusst unsere Forschungstätigkeit am ,inIT' nachhaltig, wovon aber auch die hier beheimateten Unternehmen profitieren.“ Zukunftspläne bestünden darin, in Lemgo weitere interessante Unternehmen und Forschungseinrichtungen anzusiedeln, das gesamte Quartier in den nächsten zehn Jahren zum „Innovation Campus Lemgo“ auszubauen und die Region technologisch ganz vorne zu halten, ergänzt Prof. U. Meier. Das "inIT" ist ein Institute im BMBF-Spitzencluster „Intelligente technische Systeme OstwestfalenLippe – it's OWL".

Im Sommer 2016 bestätigte das NRW-Wissenschaftsministerium, dass die Elektrotechnik in Lemgo die Nummer 1 unter allen NRW-Hochschulen in Bezug auf ihre Forschungsstärke ist. Dekan Meier ist stolz auf die Leistungen des "inIT" innerhalb seines Fachbereichs: „Eine exzellente Lehre, Praxisnähe und erstklassige Studien- und Arbeitsbedingungen zeichnet das Institut aus. Das wird uns auch regelmäßig beispielsweise beim CHE-Ranking bestätigt. Die erworbenen Studienabschlüsse an unserem Fachbereich stehen für höchste Qualität. Entsprechend begehrt sind unsere Absolventinnen und Absolventen.“ Studierende haben am inIT die Möglichkeit, bereits frühzeitig in Forschungs- und Industrieprojekten mitzuwirken, zum Beispiel in der ,SmartFactoryOWL', bei Fraunhofer oder im CIIT, und anschließend ihre Abschlussarbeiten in einem innovativen Forschungs- und Industrieumfeld auf dem Hochschulcampus zu absolvieren.

Flankiert von zwei wissenschaftlichen Konferenzen, der "KommA" und der "BVAu", fand die feierliche Abendveranstaltung zum zehnjährigen Jubiläum mit über 170 Gästen am 30. November 2016 im CIIT unter dem Motto „Das war erst die inITialisierung!“ statt. Ein Höhepunkt des Abends war der Auftritt des Wissenschaftskabarettisten Vince Ebert.

 

www.init-owl.de

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