Siemens schärft seinen Digitalisierungsfokus noch weiter

Am 7. Dezember veranstaltete Siemens in seinem Headquarter in München die Presse- und Analystenkonferenz „Shaping Digitalization. Innovation at Siemens 2016“. Das Management informierte hier über die Siemens-Digitalisierungsstrategie sowie das -angebot. Ein Wachstumstreiber: das cloudbasierte, offene IoT-Ecosystem Mindsphere.

 

 

Dr. Peter Weckesser, Chief Operating Officer Digital Factory PLM, referierte auf der Presse- und Analystenkonferenz im Dezember in München über das Siemens-IoT-Ecosystem Mindsphere

Im Geschäftsjahr 2016 erzielte Siemens mit digitalen Services einen Umsatz von mehr als 1 Mrd. €, mit Softwarelösungen rund 3,3 Mrd. €. Das entspricht einer Steigerung von rund 12 % im Vergleich zum Vorjahr. Bis 2020 soll die Position als digitales Unternehmen weiter gestärkt werden. Dabei wird erwartet, dass der Bereich Software, digitale Dienste und Cloud-Plattformen jährlich zweistellig wächst.

Als ein Wachstumstreiber gilt die Cloud-Plattform Mindsphere, die Siemens nun auch unternehmensweit ausrollt. Damit bietet das Unternehmen Kunden aus unterschiedlichen Branchen - von der Industrie bis zu Bahnbetreibern - ein cloudbasiertes, offenes Betriebssystem für das Internet der Dinge. Darauf lassen sich Apps sowie Digitale Services entwickeln und betreiben. Auf diese Weise lassen sich die großen Datenmengen, die in einer Anlage oder einem Unternehmen erzeugt werden, effizient sammeln, auswerten und nutzen – beispielsweise, um die Performance und Verfügbarkeit von Systemen zu verbessern. Die neue Technologie unterstützt zudem Kunden beim Auswerten und Nutzen ihrer Daten, um neuartige Einblicke zu erhalten. So können sie völlig neue Geschäftsmodelle entwickeln, etwa den Verkauf von Maschinenstunden.

„Mindsphere transfers data into knowledge and knowledge into business success”, brachte es Dr. Peter Weckesser, Chief Operating Officer Digital Factory PLM, auf dem Event auf den Punkt. Er verwies ferner darauf: “Ein Operation System bringt Menschen zusammen, die Apps entwickeln und solche, die sie nutzen.“ Damit würde eine hohe gegenseitige Befruchtung stattfinden und großer Nutzen generiert. Als recht einzigartig stellte er die einfache Anbindung von sowohl Siemens- als auch 3rd-Party-Devices heraus: „Assets werden in Plug-and-play-Form an die Mindsphere angebunden.“ So hat der Kunde beispielsweise mit Mindconnect Nano die Möglichkeit, durch eine Plug-and-Play-Lösung Daten aus dem Asset auszulesen und sicher und verschlüsselt an die Mindsphere zu übertragen. Dabei ist dies nach Unternehmensangaben nicht selten bereits nach rund einer Stunde Installationszeit möglich.

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