Predictive Maintenance: Schluss mit ungeplanten Maschinenstillständen

Insbesondere bei Großanlagen, die rund um die Uhr produzieren, wie Minen, Gießereien oder Gummimischwerke, ist ein Maschinenstillstand mit hohen Kosten verbunden. Durch Predictive Maintenance kann das Risiko von teuren Anlagenstillständen zuverlässig reduziert werden. Die Thematik ist bekannt, wird aber in der praktischen Umsetzung mit Machine-Learning-Methoden erst richtig interessant. Bosch Rexroth hat dies mit seinem Dienstleis­tungs­paket Online Diagnostics Network („ODiN“) bereits in der Praxis unter Beweis gestellt.

In Großanlagen schlagen Maschinenstillstände besonders hoch zu Buche. Predictive Maintenance, wie es das Dienstleis­tungs­paket Online Diagnostics Network („ODiN“) von Bosch Rexroth ermöglicht, hilft, diese zu vermeiden (Bild: Bosch Rexroth)

Der Handlungsdruck bei den Anlagenbetreibern ist hoch: „Wir wissen von einem Betreiber einer Eisenerzmine, dass er die Kosten für einen Stillstand seines zentralen Förderbands mit einem fünfstelligen Betrag pro Stunde kalkuliert“, zeigt Tapio Torikka auf. Bei Bosch Rexroth hat er die Entwicklung von „ODiN Predictive Maintenenace“ geleitet, mit dem ein derartiger Maschinenstillstand verhindert werden kann. „In der Praxis fällt eine solche Anlage aber nicht nur für eine Stunde aus, sondern für eine oder sogar mehrere Schichten.“ Damit ist die Millionenschwelle bei den Stillstandskosten schnell erreicht.

Auch bei anderen kontinuierlich produzierenden Großanlagen, wie Papier- und Zuckerfabriken, Gummimisch­anlagen oder Stahlwerken, erreichen die Stillstandkosten pro Stunde immer mindestens vierstellige Summen, häufiger deutlich mehr. Beispielsweise, wenn in einer Papierfabrik das Schwerlasthandling ausfällt, das die Baumstämme in die Anlage einführt. Zu den Ausfallkosten kommen die Eilaufschläge bei den Reparaturen. Meist sind die Betreiber ohne Zögern bereit, für die am schnellsten verfügbaren Ersatzteile nahezu jeden Preis zu zahlen. Dieses wirtschaftliche Risiko verringern die Unternehmen bislang vor allem dadurch, dass sie in den fest eingeplanten Wartungspausen kritische Bauteile vorsorglich und damit viel häufiger als notwendig wechseln.

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