Konferenz Mittelstand 4.0: Drei Trends im Fokus

Am 8. und 9. Juni fand in Darmstadt die Konferenz Mittelstand 4.0 statt. Hier haben kleine und mittlere Unternehmen aus ganz Deutschland gezeigt, wie sie Industrie 4.0 mitgestalten und umsetzen. Aus Sicht der Plattform Industrie 4.0 haben sich hier drei Trends heraus kristallisiert, ohne die deutsche Unternehmen auf dem Weg in die Industrie 4.0 nicht mehr auskommen.

 

 

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz Mittelstand 4.0 (Bild: IT for work e. V.)

Die Konferenz Mittelstand 4.0 stand unter dem Motto „Mehrwert durch Digitalisierung“. Spitzenvertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten dabei Herausforderungen und Chancen des digitalen Wandels für den Mittelstand. Die Plattform Industrie 4.0 diskutierte an mehreren Stellen mit und hat drei immer wiederkehrende Punkte entdeckt:

1. Flexibel Lernen: alte Weisheiten bewahrheiten sich

Die alte Maxime des lebenslangen Lernens bleibt in Zeiten der Industrie 4.0 hochaktuell. Ausbildung muss heute Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht nur fachlich bilden, sondern vor allem die Tools an die Hand geben, sich auf die ständig wandelnden Berufsanforderungen einstellen zu können. Arbeitnehmer/innen und Arbeitgeber/innen müssen eine gemeinsame Vorstellung der Arbeit der Zukunft finden und die Qualifikation auf allen Ebenen – vor allem auch der Ausbilder/innen – gewährleisten. Dr. Daniel Senff, stellvertretender Geschäftsführer der Plattform Industrie 4.0 und Hermann Trompeter, Unternehmensbereichsleiter „Professional Education Phoenix Contact“ und Mitglied der Arbeitsgruppe „Arbeit, Aus- und Weiterbildung“ der Plattform haben in ihrem Fachforum breite Zustimmung zu diesen Punkten bekommen. Der deutsche Mittelstand hat sich auf den Weg gemacht, die Zukunft der Arbeitswelt flexibel und transparent zu gestalten.

2. Des Deutschen liebstes Kind: Sicherheit

Dass Sicherheit in Deutschland ein hohes Gut ist, ist gerade im Bereich der Industrie 4.0 richtig und wichtig. Jeder Schritt zu mehr Digitalisierung erfordert zugleich auch mehr Netzsicherheit, darin waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig. Auch Michael Krammel, Geschäftsführer von Koramis und Mitglied in der Arbeitsgruppe „Sicherheit vernetzter Systeme“ der Plattform Industrie 4.0, spürte in seinem Workshop diese Stimmung: IT-Sicherheit muss deshalb in internationalen Normen, Standards und vor allem auch im Bewusstsein sowie Portfolio von Unternehmen verankert werden.

3. Gemeinsam Lösungen suchen

Eine Industrie-4.0-Gesellschaft kann nur dann funktionieren, wenn der Weg dahin – weiterhin – gemeinsam gegangen wird. Plattformkonzepte und intensiver Austausch standen hoch im Kurs. Das merkte auch die Plattform Industrie 4.0 an ihrem Stand: Unternehmerinnen und Unternehmer sind interessiert am Austausch und neuen Formen der Zusammenarbeit über Unternehmens- und Branchengrenzen hinweg. Auch ein verstärkter Dialog zwischen Zivilgesellschaft, Unternehmen, Wissenschaft, Gewerkschaft und Politik ist unerlässlich, um eine erfolgreiche Implementierung zu sichern. An diesem Punkt steht die Plattform Industrie 4.0 bereits jetzt mit ihrem kooperativen, interdisziplinären Ansatz an der Spitze.

www.plattform-i40.de

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