Aus der Praxis: Datentransparenz mit MES

Manufacturing Execution Systems (MES) sorgen für Transparenz über alle Produktionsebenen hinweg und unterstützen Fertigungsleiter dabei, den Fertigungsprozess zu optimieren. Wie dies in der Praxis aussehen kann, wird an zwei erfolgreich realisierten Projekten deutlich, bei denen das MES aus dem Haus MPDV zum Einsatz kommt.

Bei Heinrich Huhn wurden insgesamt rund 20 Transferpressen, Stanzautomaten sowie Montage- und Schweißanlagen mittels Schnittstelle an MES Hydra von MPDV gekoppelt (Bilder: MPDV)

Unternehmen, die über die Einführung eines MES nachdenken, bietet die VDI-Richtlinie 5600 „Fertigungsmanagementsysteme (Manufacturing Execution Systems – MES)“ eine gute Orientierungshilfe. In ihr werden alle MES-Aufgaben praxisgerecht ­zusammengefasst. Grundlage einer jeden MES-Funktion bildet immer die Datenerfassung. Wichtig ist dabei, dass die Erfassung möglichst wenig Zusatzaufwand erfordert, dass die Daten verlässlich und aktuell sind und dass nur die relevanten Daten ­erfasst werden. Der Aufwand bei der Datenerfassung lässt sich durch die Automatisierung der Erfassungsmethoden reduzieren. So können Maschinen und Anlagen zum Beispiel direkt an ein MES angekoppelt werden – modernere Anlagen über OPC UA, ältere Maschinen über geeignete Schnittstellenbausteine, die oftmals auch als I4.0-Retrofit-Kit bezeichnet werden. Ferner sollte die manuelle Datenerfassung, unter anderem von Auftrags- und Betriebsdaten, durch bedarfsgerechte Auto-ID-Verfahren unterstützt werden. Die Verlässlichkeit insbesondere von manuell erfassten Daten lässt sich durch Online-Plausibilitätsprüfungen sicherstellen. Um stets aktuelle Daten zu erfassen, genügt es in vielen Fällen, vorhandene Medienbrüche zu eliminieren.

Sind die Daten erfasst, geht es darum, aussagekräftige Auswertungen zu generieren, um auf deren Grundlage Maßnahmen zur Optimierung einleiten zu können. Auch hierbei unterstützen moderne MES, wie Hydra von MPDV. Die VDI 5600 spricht in diesem Fall von Leistungsanalyse. Darunter sind klassische Soll-/Ist-Vergleiche genauso zu sehen wie die kontinuierliche Berechnung von Kennzahlen.

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