Predictive Maintenance: Ansätze, Lösungen, Potenziale

So langsam wagen sich Hersteller an das Thema Predictive Maintenance und damit verbundene neue Geschäftsmodelle heran. Mit gutem Beispiel gehen unter anderem Bosch Rexroth, Schaeffler und ZF Friedrichshafen voran. Sie stellen ihre Ansätze und Lösungen auf einer Sonderschau Predictive Maintenance in Hannover vor. Und Roland Berger prognostiziert ihnen in einer neuen Studie rosige Zukunftsaussichten.

Mit seinem Smart Ecosystem 4.0 bietet Schaeffler eine ganzheitliche, cloudbasierte Soft- und Hardwareinfrastruktur, die von sensorisierten Komponenten bis zu digitalen Services alle Stufen der digitalen Wertschöpfung ­umfasst (Bild: Schaeffler)

Das zentrale Merkmal von Industrie 4.0 ist die Vernetzung von Maschinen, Produkten und Komponenten sowie weiteren am Produktionsprozess beteiligten Systemen. Durch den Einsatz von Sensoren können diese Verknüpfungen nun genutzt werden, um Zustandsdaten von Maschinenkomponenten zu erfassen, sie mit Informationen aus Drittsystemen (ERP-, CRM-Systeme) zu kombinieren und auszuwerten. Ziel ist es, auffällige, auf Störungen hindeutende Muster rechtzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen präventiv einzuleiten. Nach aktuellen Untersuchungen des Beratungsunternehmens Accenture sinken Wartungskosten dadurch um fast 30 %, ungeplante Stillstände gehen um 70 % zurück.