Auf dem Weg zu digitalen Gerätedaten

In der Industrie 4.0 liegt für jede Komponente und jedes Produkt ein umfassender Datensatz vor. Dieser bildet den aktuellen Status sowohl des Produktentstehungsprozesses als auch des Lebenszyklus ab. Doch: Welche Daten benötigt man für diesen „digitalen Zwilling“? Und welche Datenformate, Standards und Schnittstellen sind erforderlich? Eplan ebnet den Weg für erste Antworten.

 

 

Als Mitglieder des Technologienetzwerks „Smart Engineering & Production 4.0“ demonstrierten Eplan, Rittal und Phoenix Contact zur Hannover Messe 2016 „live“ die vollständige Integration von digitalen Daten in die Produktherstellung (Bild: Eplan)

Digitale Gerätedaten rücken immer weiter ins Zentrum der Produktentwicklung und der Produktion. Denn sie bilden die kleinste Einheit und Basis, um ein durchgängig virtuelles Engineering aufzusetzen. Und dieser Schritt ist wiederum die Grundvoraussetzung für Industrie 4.0.

Allerdings enthält der heutige digitale Datensatz eines Geräts oder Produkts in den meisten Fällen nur einen Teil der Daten, die für eine durchgängig digital gestaltete Produktentwicklung und Produktion benötigt werden. Hinzu kommt, dass diese Daten in unterschiedlichen Formaten erzeugt und gespeichert werden. So liegen sie beispielsweise als SQL-Datenbanken, Ascii-Dateien, Grafiken etc. vor, die bestenfalls in einem Zip-Container oder ähnlichen Formaten gesammelt werden. Außerdem werden die Daten nur disziplin- und systemspezifisch über spezialisierte Portallösungen sowie – in der Mehrzahl – über die Hersteller-Webseiten bereitgestellt. Dadurch lässt sich ein durchgängiges virtuelles Engineering nur unzureichend realisieren und der Such- und Integra­tionsaufwand für den Konstrukteur ist hoch. Zudem fehlt es an disziplinübergreifenden Standards für die Generierung und Übertragung von Daten.