Die Idee einer menschlichen Digitalisierung

Was bedeutet die Digitalisierung für Unternehmen – und noch viel wichtiger: für die Beschäftigten? Werden sie weiter arbeiten können wie bisher? Wenig wahrscheinlich, aber was heißt das für die eigene Qualifizierung, für das eigene Lebensmodell? Wird am Ende genug Arbeit für alle da sein? Veränderungsexperte Kai Anderson, Vorstand und Gründer der Promerit AG, gibt Denkanstöße.

Kai Anderson ist Vorstand und Gründer der Promerit AG und Mitautor des Buchs „Digital human – Der Mensch im Mittelpunkt der ­Digitalisierung“ (Bild: Promerit)

Was wir konsumieren, wie wir konsumieren, wie wir arbeiten, was wir arbeiten, was und wie wir kommunizieren und interagieren, verändert sich in einer atemberaubenden Geschwindigkeit. Dieses Tempo birgt die Gefahr, die Entwicklung nicht mehr zu hinterfragen, nicht mehr zu versuchen, sie zu gestalten oder das Machbare dem Sinnvollen vorzuziehen. Wir werden uns diesen Entwicklungen nicht verschließen können und auch nicht die Geschwindigkeit drosseln können, mit der die Digitalisierung unseren Alltag verändert. Aber wir werden die Veränderungen in ihren Konsequenzen besser durchdenken und Technologie sinnvoll und für den Menschen langfristig nutzbringend einsetzen müssen. Wir werden an Geschwindigkeit zulegen müssen, um mit dem Tempo der Veränderungen mitzuhalten – unternehmerisch, gesellschaftlich, persönlich. In einer Art und Weise, die uns die Möglichkeiten der Digitalisierung erschließt und uns hilft, die Probleme unserer Zeit zu lösen und nicht zu vergrößern.