Endress+Hauser: Nettoumsatz 2017 um 4,8 % auf 2,241 Mrd. € gesteigert

Auf einer Bilanz-Medienkonferenz in Basel/Schweiz wies Endress+Hauser Steigerungen bei Umsatz und Gewinn im Jahr 2017 aus. Die Firmengruppe profitierte von einer erstarkten Branchenkonjunktur und brachte mit einer Fülle an Produktneuheiten – darunter erste digitale Dienstleistungen – an den Start: Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 57 Produkte und 571 Geräteoptionen gelauncht.

 

 

Klaus Endress, Präsident des Verwaltungsrates (links), und Matthias Altendorf, CEO der Endress+Hauser-Gruppe (Bild: Endress+Hauser)

 

CEO Matthias Altendorf wies auf der Bilanzmedienkonferenz auf ein verzerrtes Bild hin, das sich durch die Aufwertung des Euro gegenüber den meisten Währungen ergebe. „In lokalen Währungen sind wir 2017 um 6,5 % gewachsen, im Instrumentierungsgeschäft um 8 %. Wir gehen davon aus, dass Endress+Hauser die Position im Markt ausgebaut hat“, gab er in Basel an.

Der starke private Konsum, ein sich stabilisierender Ölpreis sowie tiefe Zinsen schlugen sich 2017 in höheren Investitionen in der verfahrenstechnischen Industrie nieder. „Die Unternehmen müssen ihre Kapazitäten erweitern, und sie möchten wettbewerbsfähig, sicher und umweltfreundlich produzieren“, sagte M. Altendorf. Endress+Hauser unterstützt sie hierbei mit Prozess- und Labormesstechnik, Automatisierungslösungen und Dienstleistungen.

„Wir haben in praktisch allen Regionen und Branchen gute Geschäfte gemacht“, berichtete der CEO weiter. China und die USA – zwei der drei größten Märkte – wuchsen dynamisch; in Deutschland, der Nummer eins, hinkten die Umsätze zum Jahresende dem bereits anziehenden Auftragseingang noch hinterher. Die gute Entwicklung war über die verschiedenen Branchen breit abgestützt. Auch die Öl- und Gas-Industrie trug wieder zum Wachstum bei. Der Energie- und Kraftwerkssektor entwickelte sich vor allem im Bereich der regenerativen Energien weiter.