Cloud- und IT-Anbieter erweitern Angebotsspektrum für Industriekunden

Auf der diesjährigen Hannover Messe haben sich die klassischen IT- und Cloudanbieter gegenseitig mit Neuankündigungen übertroffen: AWS macht seinen Service AWS IoT Analytics ab sofort allgemein verfügbar, Microsoft ermöglicht es, mit Azure IoT Hub und Azure Stack Industriemaschinen im eigenen Rechenzentrum zentral zu verwalten, SAP präsentiert die SAP S/4Hana Cloud for intelligent product design und führt SAP Cloud for Manufacturing ein, und T-Systems richtet sich ganz neu in Richtung Digitalisierung aus und beschreitet gemeinsame Wege mit Microsoft und SAP.

(Bild: fotolia_faithie)

Amazon Web Services hat es sich zum Ziel gesetzt, seinen Kunden die Analyse ihrer IoT-Daten einfacher zu machen. Dazu wird nun der Service AWS IoT Analytics ab sofort allgemein verfügbar sein. Mit diesem vollständig verwalteten Service sind sowohl simple als auch aufwendige Analysen von riesigen Datenmengen möglich. „AWS IoT Analytics ist die einfachste Möglichkeit, um Analysen von IoT-Daten durchzuführen. Jetzt können unsere Kunden endlich die riesigen Datenmengen nutzen, die im Internet der Dinge generiert werden. Dank der leistungsstarken Analytics-Fähigkeiten sind dabei einfache Suchanfragen genauso möglich wie ausgeklügelte Machine-Learning-Modelle, die speziell für IoT entwickelt wurden“, sagt Dirk Didascalou, Vice President IoT bei AWS. „Nachdem IoT-Anwendungen immer umfangreicher und aufwendiger werden, ist AWS IoT Analytics so entwickelt, dass unsere Kunden die besten Werkzeuge an die Hand bekommen, um ihre Rohdaten zu schürfen und wertvolle Einblicke zu gewinnen. Dadurch können sie fundierte Handlungsstrategien erarbeiten.“

AWS IoT Analytics bietet unter anderem eine eingebaute SQL-Abfrage-Engine, um spezifische Businessfragen zu beantworten. Mittels weiterer spezieller Analytics-Funktionen erhalten Kunden einen Überblick über die Leistung ihrer Geräte und können Ausfälle frühzeitig erkennen sowie Zeitreihenanalysen durchführen. Außerdem ist durch die nahtlose Integration des Services in Amazon Sagemaker der Zugriff auf Machine-Learning-Werkzeuge mit gehosteten Jupyter-Notebooks möglich. Kunden können somit ihre IoT-Daten direkt mit einem Jupyter-Notebook verbinden und Modelle jeder Größe erstellen, trainieren und ausführen. Dies kann direkt aus der AWS-IoT-Analytics-Konsole heraus erfolgen, ohne sich mit der zugrunde liegenden Infrastruktur beschäftigen zu müssen.

Nach Angaben von AWS akzeptiert AWS IoT Analytics Daten aus jeder Quelle, auch externe Quellen mit Ingestion-API. Der Service ist vollständig in den AWS IoT Core integriert, der 2015 gestartet wurde. AWS IoT Core ist eine verwaltete Cloudplattform, die es vernetzten Geräten ermöglicht, einfach und sicher mit Cloudanwendungen und anderen Geräten zu interagieren. AWS IoT Analytics bewahrt außerdem die Daten für Analysen auf und erlaubt den Kunden, Datenaufbewahrungsrichtlinien festzulegen.

„Mit AWS IoT Analytics müssen sich Kunden keine eigene IoT-Analytics-Plattform aufbauen, was meist eine sehr teure und hoch komplexe Aufgabe darstellt“, heißt es vonseiten AWS. Der neue Service ist ab sofort in der EU-Region (Irland) sowie in den Regionen US East-1 (N. Virginia), US East-2 (Ohio) und US West (Oregon) verfügbar. Weitere Regionen sollen in Kürze unterstützt werden.