Robotikinnovationen für smarte Produktionskonzepte

Vom 19. bis 22. Juni findet in München die Automatica, Leitmesse für Smart Automation und Robotics, statt. Hier zeigen Hersteller unter anderem, wie Cobots und hybride Roboter Unternehmen den Weg für smarte Produktionskonzepte ebnen.

Präsentation des sensitiven Leichtbauroboters Kuka LBR iisy auf der Hannover Messe (Bild: VDE VERLAG)

Immer öfter findet man Cobots (kollaborierende Roboter) in Fertigungshallen, wo sie Menschen von stupiden, ermüdenden Tätigkeiten entlasten. Von Kundenseite werden an diese Systeme Anforderungen, wie einfache Bedienbarkeit, schnelle Einsetzbarkeit und Vernetzbarkeit, gestellt. Diesen begegnen ­Hersteller wie Kuka mit Leichtbaurobotern, wie dem 2004 eingeführten LBR iiwa. Auf der Hannover Messe 2018 wurde nun der Prototyp seines kleinen sensitiven Bruders LBR iisy vorgestellt. Er erweitert das Kuka-MRK-Portfolio um einen niedrigen Traglastbereich. Mit einer Traglast von 3 kg und einer Reichweite von 600 mm ist er gut für den Einsatz in engen Arbeitsräumen geeignet. „Damit wird Kuka zum ersten Hersteller, der die gesamte Bandbreite von Cobots über mobile Robotik, intuitiver Bedienbarkeit bis hin zu Industrie- und Schwerlast­robotern abdeckt“, heißt es von Unternehmensseite. Wie die Namengebung vermuten lässt, kann der LBR iisy schnell an neue Anforderungen angepasst werden und ist einfach im Umgang: Er richtet sich an Anwender, die über Prozesswissen, aber nicht zwingend über Programmierkenntnisse verfügen. Auch bei ungeplanten Unterbrechungen merkt er sich jede ausgeführte Bewegung oder Tätigkeit und kann ohne erneutes Anlernen ad hoc die Arbeit wieder aufnehmen. Dabei ist auch der Neue vollständig in das Kuka-Industrie-4.0-Eco-System eingebettet. Nach Unternehmensangaben werden Software-Apps global zum Download zur Verfügung stehen, mit denen der Wirkungskreis des Leichtbauroboters erweitert werden kann. Die Cloudlösung Kuka Connect ermöglicht jederzeit Zugriff auf die Daten des Cobots und deren Analyse. In München wird der kleine Neuzugang seine „Zweitpremiere“ feiern.