Michelin setzt auf IoT-Tracker von Sigfox und Argon Consulting

Michelin, Sigfox und Argon Consulting geben den Launch einer neuen Lösung für das Tracking von Seefracht-Containern in Echtzeit bekannt. Der Reifenhersteller Michelin hat in den letzten zwölf Monaten aktiv an der Entwicklung dieser Lösung mitgewirkt und nutzt sie bereits in einigen seiner wichtigsten interkontinentalen Warenströme.

(Bild: Sigfox/Michelin)

Mit mehr als 90 Mio. verschifften Containern pro Jahr, und davon 20 Mio. von europäischen Firmen, ist der globale Supply Chain Markt ein bedeutender Wirtschaftszweig und bietet großes Potenzial für das Internet der Dinge. Zu den aktuellen Herausforderungen bestehender Angebote gehören hier hohe Kosten, kurze Batteriebetriebsdauer, proprietäre Designs und Probleme beim Senden aus Containern heraus. Sigfox gibt an, seine Technologie auf Kosteneffizienz und geringen Energieverbrauch optimiert zu haben.

Der internationaler Warenverkehr kann mehr als 200 Interaktionen und mehr als 25 Akteure umfassen, zum Beispiel Spediteure, Binnentransport-Unternehmen, Hafenumschlag, Zoll, Schifffahrtslinien und Warenempfänger. Folglich haben Spediteure vielfach das Problem, den Verlauf ihrer Seefracht-Container in Echtzeit zu verfolgen. Diese fehlende Transparenz reduziert die Agilität der Lieferkette und das Serviceniveau für Endabnehmer.

Die Lösung von Sigfox und Argon Consulting bietet für Speditions-Container nun einen durchgängigen Geolokalisierungs-Service in Echtzeit vom ersten Auslieferungslager bis zur Anlieferort. Kunden erhalten damit operative Vorteile durch die Verkürzung von Vorlaufzeiten, Verspätungswarnungen sowie die Sicherstellung angemessener Transportbedingungen. Zu guter Letzt können Versender auch neue Services für ihre Kunden entwickeln und ihr Geschäftsmodell erweitern.

"Michelin hat sich dazu entschieden, diese Lösung sowohl für seine Versand- als auch seine weltweite Beschaffungslogistik zu entwickeln. Unsere Piloterfahrungen sowie ergänzende Untersuchungen haben uns davon überzeugt, dass man durch das Echtzeit-Tracking bis zu 10 % der auf dem Seeweg befindlichen Warenbestände einsparen, die Genauigkeit der voraussichtlichen Ankunftszeit um bis 40 % steigern und Warenflussabbrüche durch außergewöhnliche Ereignisse wie Unwetter um bis zu 75 % reduzieren kann. Die Lösung ist unabhängig vom Schifffahrtsunternehmen und benötigt auch keine speziellen Container. Design und Umsetzung der Lösung erforderte nur einige Monate. Die hohe Effektivität und Kosteneffizienz haben uns davon überzeugt, diese Services nicht nur intern zu nutzen, sondern sie auch anderen Unternehmen in Kooperation mit Sigfox und Argon anzubieten", erklärt Pascal Zammit, Senior Vice President Global Supply Chain von Michelin.