IBV bildet Grundlage für die Mensch-Roboter-Kollaboration

Die Industrielle Bildverarbeitung (IBV) wird derzeit von einer ganzen Reihe richtungsweisender Entwicklungen beeinflusst. Embedded Vision, Deep Learning sowie 3D-Bildverarbeitung sind einige der Themen. Damit ­erschließen sich die IBV zurzeit völlig neue Anwendungsfelder. Gleichzeitig schafft sie die Grundlage für die Mensch-Roboter-Kollaboration und die digitale Transformation in der Fertigung. Die Automatica 2018 gibt vom 19. bis 22. Juni in München Einblicke in die aktuellen Entwicklungen.

Die Elektronikindustrie ist eines der wichtigsten Einsatzgebiete für Bildverarbeitungs- und Robotersysteme (Bild: Cognex)

Mega-Trend Embedded Vision

Kompakte Embedded-Vision-Bildverarbeitungssysteme, die auf Basis von einfachen Kameramodulen direkt in Maschinen oder Geräten integriert sind, zählen zu den aktuellen Trendthemen der Branche. Mithilfe von leistungsstarken Rechnerplattformen mit geringer Leistungsaufnahme sorgen sie für intelligente Bildverarbeitung in verschiedenen Anwendungsgebieten. Der Bereich Automotive wird aufgrund der großen Stückzahlen als vielversprechendster Einsatzbereich für Embedded Vision angesehen. Die Technologie kommt dort schon heute in diversen modernen Automodellen unter anderem in Form von Fahrerassistenzsystemen zum Einsatz.

Obwohl der Großteil aller Embedded-Vision-Anwendungen nicht in der industriellen Fertigung zu finden ist, sind Experten überzeugt, dass es sich für Automa­tisierer lohnt, diese Technologie im Auge zu behalten: Zum einen müssen derartige Systeme zum Beispiel im Automobilbau in die Fahrzeuge integriert werden und erfordern somit geeignete Prozesse; zum anderen profitiert auch die Automatisierungstechnik zunehmend von den Leistungssteigerungen dieser kosteneffizienten Technologie.