Formnext: Über 550 Aussteller auf 36.000 qm Ausstellungsfläche

Die Zeichen für additive Fertigung (AM) und 3D-Druck stehen auf Wachstum. Das bestätigen auch die Zahlen der anstehenden Formnext. Insgesamt werden zur vierten Ausgabe der Leitmesse für Additive Manufacturing und moderne Fertigungsverfahren mehr als 550 Aussteller erwartet. Vom 13. bis 16. November präsentieren sie in Frankfurt/M. zahlreiche Innovationen, Weltpremieren und zukunftsweisende industrielle Anwendungen.

Vorpressekonferenz der Formnext in Frankfurt/M. (v.r.): Sascha F. Wenzler, Bereichsleiter Formnext, Mesago Messe Frankfurt; Rainer Lotz, Geschäftsführer Renishaw und Vorsitzender des Ausstellerbeirats; Dr. Markus Seibold, VP Additive Manufacturing, Siemens Power & Gas; Prof. Dr.-Ing. Steffen Ritter, Studienbereich Maschinenbau / Fakultät Technik, Hochschule Reutlingen

"Im letzten Jahr hat sich rund um AM viel getan. Dabei finden AM und 3D-Druck nicht nur den Weg in die industrielle Serienfertigung, sondern sind bereits vielfach etabliert", sagte Sascha F. Wenzler, Bereichsleiter Formnext bei der Mesago Messe Frankfurt GmbH, auf einer Pressekonferenz im Vorfeld der Messe. Ferner stellte er heraus: "Die Messe ist keine 3D-Drucker-Messe, sondern bildet den kompletten Herstellungsprozessen ab, vom Design, über verschiedene Materialien und den eigentlichen Fertigungsprozess bis hin zur Nachbereitung."

Das steigende Interesse an dem Thema belegte er anhand der Messezahlen: "Gestartet sind wir 2015 mit 203 Ausstellern, die eine Fläche von gut 14.000 m2 belegten und von knapp 9.000 Interessenten besucht wurden", erinnert sich S. F. Wenzler. 2016 waren es dann 307 Aussteller und 2017 bereits 470. "Im letzten Jahr hatten wir fast 22.000 Besucher und für dieses Jahr rechnen wir mit rund 25.000", nennt er seine Erwartungen und verweist zugleich auf den internationalen Charakter der Messe. "56 % der Aussteller kommen aus dem Ausland. Die wichtigsten Ausstellerländer sind China (13,4 %), USA (10,8 %), Italien (8,2 %), Großbritannien (7,5 %) sowie Frankreich, Spanien und die Niederlande (jeweils 6,6 %). Insgesamt erwarten wir in diesem Jahr 165 Neuaussteller aus 26 Nationen."

Rainer Lotz, Geschäftsführer der Renishaw GmbH und Vorsitzender des Ausstellerbeirats der Formnext, bestätigt die gute Entwicklung der Messe: "Die Formnext hat sich zu DEM Leitevent entwickelt. Dabei spiegelt sie die Situation am Markt wider: Laut einer Umfrage unter 3.250 VDMA-Mitgiedern befassen sich rund 80 % der Befragten mit AM. Dabei setzen 50 % der Unternehmen AM im Prototypen/Musterbau ein, 15 % in der Serienfertigung und 15 % für die Ersatzteilbeschaffung. Diese Zahlen zeigen, dass AM in der Produktion weiter ankommt." Er bezeichnet diese Entwicklung als gutes Ergebnis für die AM-Branche, da Additive Manufacturing demnach weiter an Akzeptanz gewinne. "Vor wenigen Jahren haben sich lediglich Labors und Spezialanwender mit AM beschäftigt. Nun kommt es auf dem Shop Floor an und es benötigt auch nicht mehr nur Spezialisten für die Anwendung", sagt er weiter.

Mit Blick auf die derzeit druckbaren Materialien und der Gewichtung der einzelnen Verfahren am Markt sagt R. Lotz: "Mit 47 % den höchsten Anteil hält der Druck von Kunststoffen. 24 % macht mittlerweile der Metalldruck aus und 27 % ist eine Kombi aus Kunststoff und Metall." Dabei verweist er darauf, dass auf der Messe alle AM-Verfahren und ihre Anbieter abgebildet würden und erklärt: "Jedes Verfahren hat seine Berechtigung in dem schnell wachsenden Markt."

Um Einsteigern einen besseren Überblick über die einzelnen Verfahren zu geben, wurde in Zusammenarbeit mit der Hochschule Reutlingen der "AM Field Guide" herausgebracht. Unter dem Motto "Entdecke die Welt der Additiven Fertigung" werden hierin alle Verfahren sowie die einzelnen Prozessschritte übersichtlich dargestellt. Der Guide wird auf der Messe verfügbar sein und ist auch zum Download auf der Messe-Website abrufbar (https://www.mesago.de/de/formnext/Fuer_Besucher/AM_Field_Guide/index.htm). "Mit unserem frisch aufgelegten AM Field Guide geben wir Einsteigern eine Orientierungshilfe und einen detaillierten Überblick über den aktuellen Stand bzw. den Prozess der Additive Manufacturing-Verfahren", sagt Prof. Dr.-Ing. Steffen Ritter vom Studienbereich Maschinenbau / Fakultät Technik der Hochschule Reutlingen.