Innovationen rund um die AMB

Vom 18. bis 22. September fand die AMB 2018 in zehn Hallen auf dem Stuttgarter Messe­gelände statt. Mit 1.553 Ausstellern, mehr als 120.000 m2 Ausstellungsfläche und 91.016 Besuchern war sie die größte AMB aller Zeiten. Auch mit Neuigkeiten wurde nicht gespart, diese reichten vom Universal Machine Tool Interface (Umati) bis hin zu Ankündigungen von Werkzeugmaschinenherstellern & Co.

Mit dem Digital Way zur AMB 2018 wurden Industrie 4.0 und die Digitalisierung von Prozessen live erlebbar (Bild: Messe Stuttgart)

Aussteller-Highlights ... von Schunk

Aber nicht nur rund um die Konnektivitätsinitiative gab es Fortschritte in Richtung Industrie 4.0 zu vermelden. Auch viele Werkzeugmaschinenhersteller kommen auf ihrem Weg der digitalen Transformation weiter voran. „Die AMB hat gezeigt, dass smarte Technologien in greifbare Nähe rücken und aus den  Visionen der vergangenen Jahre konkrete Lösungen werden“, sagte Henrik A. Schunk, geschäftsführender Gesellschafter und CEO von Schunk. „Intelligente Komponenten schaffen wichtige Voraussetzungen auf dem Weg zur Industrie 4.0 und bahnen mit maximaler Flexibilität und Effizienz den Weg zu neuen Einsatzfeldern.“ Aus seiner Sicht werden smarte Spannmittel und Greifsysteme aufgrund ihrer Position „closest-to-the-part“ eine Schlüsselfunktion auf dem Weg zur smarten Fabrik spielen. „Das Ziel ist eine umfassende Kommunikation aller Komponenten, eine maximale Prozess­transparenz für Anwender bei zugleich höchster Datensicherheit sowie eine dynamische Reaktion auf Ereignisse“, fasst er die Roadmap des Unternehmens zusammen.

Unter dem Motto „Open. Smart Clamping in Smart Factories“ demonstrierte das Unternehmen in Stuttgart, dass es bei der Digitalisierung der Fertigungsprozesse eine führende Rolle einnehmen will. Gezeigt wurde, wie Sensitivität, Konnektivität sowie ein hoher Grad der Funktionsintegration zu Schlüsselfaktoren bei der Echtzeitüberwachung von Spannmitteln werden. So lassen sich beispielsweise Spannkraft, Spannweg oder Schwingungsverhalten während der Bearbeitung permanent erfassen und analysieren. Kommt es im laufenden Prozess zu Abweichungen, können die Bearbeitungsparameter auf Basis der ermittelten Daten vollautomatisch in Echtzeit angepasst werden.

Dies wurde konkret am smarten Hydro-Dehnspannfutter Schunk Itendo demonstriert, das in Kooperation mit der TU Wien und der Tool IT GmbH Wien entwickelt wurde. Bei ihm handelt es sich um einen intelligenten Werkzeughalter, der den Zerspanungsprozess unmittelbar am Werkzeug überwacht und eine Echtzeitregelung der Schnittparameter ermöglicht. Erstmals soll es mit ihm möglich sein, Schwingungen, Rattermarken und Werkzeugversagen in Echtzeit zu erfassen und den Prozess unmittelbar und vollautomatisch anzupassen, sobald Abweichungen auftreten. Mit dem smarten Tool, das 2019 auf den Markt kommt, ermöglicht Schunk die lückenlose Dokumen­tation der Prozessstabilität, eine mannlose Grenzwertüberwachung, Werkzeugbrucherkennung sowie eine echtzeitfähige Regelung von Drehzahl und Vorschub.

Der smarte Itendo von Schunk ermöglicht eine Echtzeitprozessüberwachung und -regelung unmittelbar am Werkzeug. Die Geometrie- und Leistungsdaten der Werkzeughalter bleiben auch mit Sensorik
unverändert