Aus der Praxis: Vom CMS zum Future Business im maritimen Bereich

Maschinenstillstände sind teuer und unerwünscht, das gilt auch im maritimen Bereich. Fällt beispielsweise ein Schiffsantrieb auf hoher See oder während einer Seenotrettung aus, sind die Folgen schwerwiegend. Ein Condition Monitoring System (CMS) kann hier Abhilfe schaffen: Überwacht es die Vibration des Lagers und des Getriebes sowie zusätzlich die Temperatur und das freie Wasser im Öl, kann es die Crew frühzeitig vor Ausfällen warnen. Davon profitiert auch die Neuwerk, bei der Schottel und Bachmann gemeinsam ein CMS entwickelt haben.

(Bild: Bachmann/Schottel)

CMS auf der Neuwerk

Die Einsatzgebiete der Neuwerk als Eisbrecher, Notschlepper, bis hin zu schifffahrtspolizeilichen Aufgaben machen deutlich, dass ungeplante Stillstände nicht tolerierbar sind. „Ein nicht einsatzfähiges Schiff ist ein großes Problem für jeden Eigner“, sagt Jörg Majewski, der bei Schottel für die Modernisierungen und den Kundenservice tätig ist. „Bei einem Ausfall laufen sofort immense Kosten auf. Je nach Schiff und Anwendungsfall können bis zu mehrere hunderttausend Euro pro Tag anfallen. Wenn ein Seenotschlepper wie die Neuwerk plötzlich ungeplant stillsteht, dann ist im Ernstfall keine schnelle Hilfe für das havarierte Schiff und die Besatzung verfügbar“, erklärt er die Beweggründe, das erweiterte CMS 2018 auf der Neuwerk als Pilotanlage einzusetzen.

Aufgrund der Wettbewerbssituation im Bereich der Marineapplikationen bietet Schottel mit der jüngsten Erweiterung ihres Systems „S-COM smart“ ein kompaktes und intelligent konstruiertes Diagnosesystem mit modularen Erweiterungsmöglichkeiten. In Verbindung mit einem Performance- und Maintenance-Management-System können auf den Bedarf angepasste Produkte angeboten und flexibel erweitert werden.