Siemens und Aruba: Partnerschaft für integrierte Netzwerke

Siemens und Aruba, ein Hewlett Packard Enterprise Unternehmen, geben ihre strategische Partnerschaft bekannt. Basierend auf ihren komplementären Produktportfolios wollen sie Kunden dadurch gemeinsam bei der Realisierung durchgängiger Kommunikationsnetzwerke unterstützen. Anwender erhalten damit zuverlässige und sichere Datennetzwerke, die eine hohe Anlagen- und Netzwerkverfügbarkeit ermöglichen. 

(Bild: fotolia_monthly_m)

Durch die Zusammenführung der Siemens-Kompetenz auf dem Gebiet industrieller Netzwerkkomponenten und Arubas Expertise im Bereich kabelgebundener und kabelloser Netzwerkinfrastruktur (W-LAN) können Kunden durchgehende Netzwerke realisieren, deren Zusammenspiel von der Fabrikebene bis in Büroumgebungen getestet ist.

Dies ist vor allem vor dem Hintergrund wichtig, dass Digitalisierung, Industrie 4.0 und das industrielle Internet der Dinge (IIoT) Anwender vor neue Herausforderungen stellen, da die Daten verstärkt die traditionelle Trennung von Netzwerken in Industrie- und Büroumgebungen überwinden müssen. Allerdings sind die industriellen Netzwerke meist nur lose an die IT-Netzwerke in Unternehmen angebunden. Das führt zu Lücken bei der Sichtbarkeit von Daten und Geräten, bei der Verfügbarkeit von Anwendungen sowie bei der Netzwerksicherheit. Diese Trennung zu überbrücken, erfordert eine umfassende Expertise in beiden Bereichen und Kenntnisse der jeweiligen Betriebs- und Sicherheitsanforderungen. So haben in der IT-Welt Cybersecurity und die Vertrauenswürdigkeit von Daten oberste Priorität, während im industriellen Umfeld die Anlagenverfügbarkeit und Produktionsziele an erster Stelle stehen.

Da Siemens und Aruba über entsprechendes Know-how in ihren jeweiligen Bereichen verfügen, kann der Übergang zwischen OT (Operational Technology) und IT (Information Technology) individuell angepasst werden. Hierfür bieten sie integrierte Netzwerke, bei denen das Zusammenspiel von der Fabrik- bis zu Büroumgebungen nachgewiesen ist. "Zudem sind der Aufbau und die Architektur der Netzwerke getestet. Die Unternehmen tragen dazu bei, dass die Netzwerksysteme bei Anwendern schnell und einfach installiert, sicherer betrieben und mit effizienten Services unterstützt werden", heißt es in einer Siemens-Pressemeldung.

"Die Kooperation ist für uns ein wichtiger Schritt, indem wir unser Angebot im Bereich industrielle Netzwerke – eine der Säulen des Digital Enterprise – durch das komplementäre Angebot für IT-Netzwerke von Aruba ergänzen. Kunden profitieren damit von zukunftssicheren, integrierten Kommunikationsnetzwerken, die Verfügbarkeit und Netzwerksicherheit sicherstellen", so Klaus Helmrich, Mitglied des Vorstands der Siemens AG.

Keerti Melkote, Präsident und Mitgründer von Aruba, ergänzt: "Siemens und Aruba arbeiten seit rund drei Jahren daran, die Trennung von Industrie- und IT-Netzwerken durch die Integration von Technologien und getesteten Referenzarchitekturen zu überbrücken. Die Lösungen eignen sich ideal für eine Vielzahl unterschiedlicher industrieller Applikationen – und sie werden von Siemens und Aruba Support-Teams unterstützt."

Die Lösungen beinhalten kabelgebundene und drahtlose Netzwerkprodukte sowie zugehörige Software. Der Kunde kann dieses Portfolio individuell über verschiedene Kanäle implementieren lassen, unter anderem von den Geschäftspartnern der Unternehmen, die direkten Zugang zu den jeweiligen Engineering- und Serviceexperten haben. Mit ihrer jeweiligen Expertise können Aruba und Siemens die Anforderungen der Kunden rundum erfüllen: von der Beratung und dem Engineering im Pre-Sales, den Services (einschließlich Projektmanagement, Inbetriebnahme, Werksabnahme, Netzwerk-Design) bis hin zum Betrieb, den Instandhaltungsservices und anschließenden Services (After-Sales-Support).

Die Lösungen unterstützen Anwender, die Netzwerksicherheit sowohl im industriellen als auch im IT-Bereich zu erhöhen. Zum Beispiel kann Arubas Lösung "360 Secure Fabric" für die Sicherheit von IT-Netzwerken mit dem übergreifendem komplementären Schutzkonzept von Siemens (Defense-in-Depth-Konzept) für industrielle Anlagen eingesetzt werden. Da die Kundenanforderungen hinsichtlich Sicherheit variieren, insbesondere bei Bestandsanlagen, werden Aruba und Siemens individuelle, kundenspezifische Security-Lösungen anbieten.

Eine der größten Brauereienen der Welt, Heineken, setzt nach Unternehmensangaben auf eine kombinierte OT- und IT-Netzwerk-Lösung von Siemens und Aruba in ihrer Brauerei in 's-Hertogenbosch in den Niederlanden. "Für einen effizienten Betrieb und die Abwehr von Cybersecurity-Bedrohungen benötigen wir eine hohe Sicherheit und eine durchgängige Transparenz über die Netzwerke im industriellen und IT-Umfeld gleichermaßen," erklärt Henk van den Scheun, Manager Engineering. "Zusammen mit Siemens und Aruba haben wir dieses Ziel erreicht mit einer Lösung, die einfach implementiert werden konnte und die seitdem mit höchster Zuverlässigkeit arbeitet."

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