IoT-Fieldgateway-Lösung für mehr Effizienz in Industrie 4.0

Industrien streben danach, ihre Prozesse zu beschleunigen und den Einsatz von Ressourcen zu verringern. Wie innovative, datengetriebene Prozessoptimierung funktioniert, weiß das Dresdner IT-Unternehmen Robotron. Der Spezialist für die digitale Transformation bietet Industrie-4.0-Lösungen aus einer Hand – von vernetzten Sensoren über passende Hardware und Analysesoftware bis hin zur Befähigung der Unternehmen im Umgang mit neuen Technologien. 2018 stellte das Unternehmen mit der IoT-Fieldgateway-Lösung Robogate eine Software-Hardware-Kombination vor, die durch die intelligente Verarbeitung von Maschinen- und Prozessdaten die Effizienz in der industriellen Fertigung steigern kann.

Robotron-Geschäftsführer Ulf Heinemann: „Unsere IoT-Fieldgateway-Lösung Robogate ist eine industrietaugliche Kombination aus Hardware und Software und findet Anwendung auf den Gebieten Retrofit von Maschinen, Condition Monitoring und Predictive Maintenance in der Produktion.“ (Bild: André Wirsig)

Hot Spot für die digitale Transformation

„Von unseren Erfahrungen und Leistungen im Bereich ‚Industrial IoT’ profitieren Industrieunternehmen, die sich zum Ziel gesetzt haben, die digitale Transformation umzusetzen – egal ob international tätiger Konzern oder Mittelständler“, sagt U. Heinemann. Dennoch habe sich in der Arbeit der letzten Jahre der ein oder andere Bereich herauskristallisiert, in dem man zahlreiche Projekte und Erfahrungen nachweisen könne. „Das sind vor allem die Automobilhersteller, von denen beispielsweise Volkswagen, Daimler und BMW zu unseren Kunden gehören.“ Aber auch Unternehmen der Halbleiterbranche am Standort Dresden sind für Robotrons IoT-Lösungen prädestiniert - wie etwa der Halbleiter-Hersteller Infineon, der eben nicht nur seine Produktion und Prozesse, sondern auch seine Produkte in die Welt des IoT integriert.

Überhaupt habe der Standort Dresden laut U. Heinemann sehr gute Chancen im Bereich IoT: „Ein Blick auf die Landkarte zeigt, dass sich die Region um Dresden als Ballungszentrum der Mikroelektronik sowie Informations- und Kommunikationstechnik etabliert hat. Gerade das Zusammenspiel mit Automobilindustrie, den Maschinenbau, die Metallerzeugung sowie die Elektrotechnik und Mikroelektronik – die alle zusammen rund zwei Drittel des Industrieumsatzes in Sachsen ausmachen – bietet die Umsetzung der digitalen Transformation auf dem Weg zur Industrie 4.0 großes Potenzial.“

Der Ursprung der Robotron Datenbank-Software GmbH geht auf das ehemalige Kombinat Robotron zurück, das 1969 als zentrales ostdeutsches IT-Unternehmen mit Sitz in Dresden gegründet wurde. Heute gehören mittlerweile fünf Tochterunternehmen in der Schweiz in Tschechien, Russland, Österreich und Neuseeland sowie die Saskia Informations-Systeme Chemnitz mit insgesamt über 560 Mitarbeitern zur Robotron-Gruppe (Bild: Robotron)

Für die Entwicklung des Robogate etwa arbeitet Robotron mit Turck Duotec aus dem sächsischen Beierfeld zusammen. Der Spezialist für Elektronikentwicklung und Elektronikfertigung liefert die Hardwarekomponente des IoT-Fieldgateways. Weitere wichtige Partner für Robotron sind die Dresdner Hochschulen, dazu nochmals Robotron-Chef: „Eine enge Zusammenarbeit besteht mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden. Professor Dirk Reichelt von der Fakultät Informatik und Mathematik bietet mit seinem dortigen Industrial IoT Test Bed eine Industrie-4.0-Modellfabrik, in der unter anderem auch die IoT-Fieldgateway-Lösung Robogate sowie unsere Realtime-Computer-Vision-Lösung (RCV) zur Objekterkennung integriert sind.“ Mit der Möglichkeit, vor Ort im Test Bed Schulungen durchzuführen, biete diese Zusammenarbeit zudem beste Bedingungen für die praxisorientierten Kurse und die Möglichkeit, echte Anwendungsfälle im Bereich IIoT zu bearbeiten und zu erleben.