Modulare Safety-Technik ermöglicht automatische Inbetriebnahme bei Kardex Remstar

Die zunehmende Individualisierung von Produkten bis hin zu Losgröße 1 stellt gerade auch die Intralogistikbranche vor neue Herausforderungen. Der Lösungsanbieter Kardex Remstar reagiert darauf mit modularen und flexiblen Systemen, die eine hohe Effizienz und schnelle Inbetriebnahme ermöglichen. Dabei setzt das Unternehmen auf Automatisierungstechnik aus dem Haus B&R. Aufgrund deren Modularität bis in den Safety-Bereich lassen sich individuell designte Serienmaschinen einfach vom Servicetechniker in Betrieb nehmen.

Das Kardex Remstar Vertical Buffer Module LR 35 ist eine Lösung, um Kleinteile effizient und schnell zu kommissionieren. Das System bietet zudem große Flexibilität hinsichtlich ihrer Abmessungen sowie der Anzahl an Bedienöffnungen und Bedienöffnungsvarianten (Bild: Kardex Remstar)

Das modulare Embedded-Software-Konzept

Im Detail wurde eine Automatisierungslösung umgesetzt, bei der im Schaltschrank die Master-Standard- und -Sicherheits-Steuerung untergebracht ist. „Hier befinden sich zudem zwei Frequenzumrichter, die die horizontale, die vertikale sowie die Drehachse und die Schubachse bewegen“, informiert K. Hauns. Darüber hinaus ist jede Bedienöffnung mit einer eigenen SPS (mit eigener ID) ausgestattet, die innerhalb des Powerlink-Netzwerks bei der Inbetriebnahme automatisch erkannt wird. „Das heißt, jede Bedienöffnung stellt quasi einen eigenen Safety-Knoten dar, von dem die Hauptsteuerung zunächst keine Kenntnis hat“, verdeutlicht er weiter. Bei der Erstinbetriebnahme führt der zuvor bereits erwähnte Softwareassistent den Inbetriebnehmer Schritt für Schritt durch den Prozess. „Daraus ergibt sich auch eine Modularität in der Software: beim Hochfahren der Maschine erfolgt die Identifikation der einzelnen Safety-Knoten der Maschine. Der Inbetriebnehmer muss im Folgenden nur noch die Angaben des Softwareassistenten bestätigen. Danach werden die Abmessungen und Winkel der Maschine automatisch von der Software erkannt und eingelesen“, erklärt der Experte. Er verweist ferner darauf, dass der Prozess der automa­tischen Inbetriebnahme der Sicherheitstechnik von TÜV Süd zertifiziert wurde: „Es gibt zu dem Safety-Programm eine passende Prüfsumme, die abgenommen ist. Diese muss bei der Inbetriebnahme eingegeben werden, um sicherzustellen, dass die installierte Software auch die tatsächlich ab Werk aufgespielte ist.“ Als weiteren Aspekt führt er an: „Da wir die Maschinen weltweit – also auch nach USA und Kanada – ausliefern, müssen auch diese speziellen Zertifizierungen vorhanden sein.“ In diesem Zusammenhang verweist er auf die GS-/NRTL-Zertifizierung durch TÜV Süd.