Ganzheitlich zu digitalen Geschäftsmodellen

Weshalb wird dem Begriff der digitalen Geschäftsmodelle aktuell solch eine hohe Bedeutung zugewiesen? Wieso tun sich Unternehmen häufig so schwer damit? Der Geschäftsmodellexperte und Managing Partner des BMI Lab Deutschland, Georg von der Ropp, gibt Einblicke in die Thematik und Handlungsempfehlungen für produzierende Unternehmen mit auf den Weg.

Das Geschäftsmodelldreieck

Aktuell hört man aus allen Bereichen und vor allem im Kontext von Industrie 4.0 das Wort Geschäftsmodell. Warum sind digitale Geschäftsmodelle derart in Mode?

G. von der Ropp: Die Gründe hierfür sind vielfältig: Zum einen hängt dies mit dem Hype um Digitalisierung und Industrie 4.0 zusammen. Hier werden immense Produktivitätsgewinne und Geschäftschancen prognostiziert. Aktuell geht es in erster Linie um Effizienzgewinne. Aber erst neuartige Geschäftsmodelle erlauben es, langfristige Wettbewerbsvorteile zu erzielen. ­Mittlerweile beschäftigen sich viele Unternehmen mit dieser Thematik. Und das ist gut so: Richtig angewandt, eröffnet die Technologie den Unternehmen die Möglichkeit, ihren Kunden deutlichen Mehrwert zu bieten. Digitale Geschäftsmodelle ermöglichen eine hohe Skalierbarkeit, da digitale Services kaum Grenzkosten verursachen und somit mehr Profit ermöglichen.

Georg von der Ropp ist Vorsitzender der BMI Lab AG und Geschäftsführer der BMI Lab Deutschland GmbH