Aus der Praxis: Starthelfer und Partner für die digitale Welt

Zwei Drittel aller Unternehmen setzten in Deutschland bereits auf cloudbasierte Technologien, um sich zu digitalisieren, sagt der Branchenverband Bitkom. Im Bereich der Großunternehmen beträgt dieser Anteil sogar bereits 83 % – mit weiter steigender Tendenz. Die reine Anwendung digitaler Technologien ist aber nur der erste Schritt, um zukunftsfähig zu bleiben. Was folgen muss, ist die Fähigkeit von Unternehmen, mit diesen Technologien praktische Anwendungen zu entwickeln und neue Geschäftsmodelle zu etablieren.

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Plattformen für mehr Intelligenz im Unternehmen – und zuhause

Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt zum Beispiel das Traditionsunternehmen Osram, das sich über intelligente, vernetzte Lichttechnologie fundamental verändert: Lightintelligence ist eine offene IoT-Plattform auf Basis von Microsoft ­Azure. Auf dieser Plattform können unterschiedliche Softwareanwendungen rund um das Licht und die Gebäudeautomatisierung entwickelt werden. Beispielsweise ist es mittels der Lichtinfrastruktur in Gebäuden möglich, bestimmte Lagerbestände zu erfassen, Räume optimal zu nutzen oder das Raumklima für verderbliche Ware zu überwachen.

So hat Osram auf Basis von Lightintelligence eine IoT-Lösung für moderne Bürokonzepte entwickelt. Diese erfasst, analysiert und visualisiert Raumnutzungsdaten in Echtzeit und erlaubt so einen effizienten Einsatz von Share-Desk-Konzepten ohne aufwendiges Platzsuchen für den Mitarbeiter. Der Vorteil für den Mieter – eine Steigerung der Flächeneffizienz um bis zu 20 %. Osram beliefert außerdem die US-Weltraumfahrtbehörde Nasa mit ­einem vernetzten Pflanzenlichtsystem. Die intelligente Beleuchtungssoftware ergänzt die Lichttechnologien, die die Nasa zur Erforschung der Produktion von Salatkulturen im Weltraum einsetzt.

Mit Lichtlösungen von Osram wird es zum Beispiel möglich, bestimmte Lagerbestände zu erfassen, Räume optimal zu nutzen, das Raumklima für verderbliche Ware zu überwachen oder die Produktion von Salatkulturen im Weltraum zu erforschen

Mit Lichtlösungen von Osram wird es zum Beispiel möglich, bestimmte Lagerbestände zu erfassen, Räume optimal zu nutzen, das Raumklima für verderbliche Ware zu überwachen oder die Produktion von Salatkulturen im Weltraum zu erforschen

Zeiss gestaltet als weltweit führendes Technologieunternehmen der optischen und optoelektronischen Industrie seit über 170 Jahren den technologischen Fortschritt mit – jetzt gemeinsam mit Cloudtechnologien von Microsoft: Das Unternehmen hat eine Sensorplattform entwickelt, welche sich einfach in eine intelligente Produktion integrieren lässt und sich problemlos mit der Cloud vernetzen kann. Die Daten dieser Systeme können in der Fabrik bleiben, vor Ort verarbeitet oder nahtlos in die Cloud übertragen und dort ausgewertet werden. So überprüft beispielsweise ein australischer Kunde den Salzgehalt und die Feuchtigkeit von Snacks über intelligente, vernetzte Spektrometer von Zeiss. Dauerte es bisher mehrere Minuten bis Stunden, Probleme in der Produktion zu erkennen und zu beheben, braucht dieser Kunde mit der Zeiss-Lösung für das Nachjustieren der Maschinen jetzt nur noch wenige Sekunden. Auf der Hannover Messe zeigt Zeiss, wie die Qualität von Knabbereien mit intelligenten, vernetzten Technologien kontrolliert werden kann.

Die Sensor-Plattform von Zeiss lässt sich einfach in eine intelligente Produktion integrieren und problemlos mit der Cloud vernetzen

Die Sensor-Plattform von Zeiss lässt sich einfach in eine intelligente Produktion integrieren und problemlos mit der Cloud vernetzen