Aus der Praxis: Starthelfer und Partner für die digitale Welt

Zwei Drittel aller Unternehmen setzten in Deutschland bereits auf cloudbasierte Technologien, um sich zu digitalisieren, sagt der Branchenverband Bitkom. Im Bereich der Großunternehmen beträgt dieser Anteil sogar bereits 83 % – mit weiter steigender Tendenz. Die reine Anwendung digitaler Technologien ist aber nur der erste Schritt, um zukunftsfähig zu bleiben. Was folgen muss, ist die Fähigkeit von Unternehmen, mit diesen Technologien praktische Anwendungen zu entwickeln und neue Geschäftsmodelle zu etablieren.

Volkswagen und Microsoft entwickeln gemeinsam die Volkswagen Automotive Cloud

Partnerschaften öffnen Weg in die digitale Transformation

Ebenso wichtig wie Technologien sind Partnerschaften für die erfolgreiche Digitalisierung. Um die digitale Transformation von Volkswagen zu beschleunigen, werden von 2020 an jedes Jahr mehr als fünf Millionen Fahrzeuge der Marke Volkswagen voll vernetzt auf den Markt kommen und damit Teil des sogenannten „Internet of Things“ (IoT) in der Cloud. Die tief greifende Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen bildet die Grundlage, um die globale Cloudexpertise von Microsoft mit der Erfahrung von Volkswagen als Automobilunternehmen mit weltweiter Marktpräsenz zu verbinden. Gemeinsam entwickeln die beiden Partner die technologische Basis für eine umfassende Auto­motive Cloud. Künftig werden alle Services in den Fahrzeugen der Kernmarke sowie die konzernweite cloudbasierte digitale Träger­architektur One Digital Platform (ODP) auf Microsofts Cloud-Plattform Azure aufgebaut und Plattformdienste wie Azure IoT Edge genutzt. Die Volkswagen Automotive Cloud wird schritt­weise auf weitere Weltregionen ausgeweitet und damit in Europa, China und USA verfügbar sein – den Kernmärkten für die künftige vollelektrische und -vernetzte „ID.“-Modellfamilie. Volkswagen und Microsoft arbeiten zudem an ersten Leuchtturmprojekten für vernetzte Fahrzeugdienste. Sie konzentrieren sich dabei auf Kommunikations- und Navigationslösungen sowie auf persona­lisierte Dienste. Diese erleichtern durch selbstlernende Algorithmen die Servicenutzung im Auto und bieten Fahrgästen erweiterte Funktionen an. Eine automatisierte Einwahl in Telefonkonferenzen und die aufbereitete Übernahme von Naviga­tionszielen sind hierbei nur erste Schritte, zu denen auch die Integration von Microsoft Skype und Microsoft Office zählt.