Aus der Praxis: Variantenmanagement bei Hauni

Das Wechselspiel zwischen Produktkonfiguration, 3D-CAD und ERP ist eine zentrale Herausforderung für die Zusammenarbeit von Vertrieb und Engineering. Dieser musste sich auch Hauni, Spezialist für Maschinen und Anlagen in der Tabakindustrie, stellen. Das Unternehmen produziert eine Vielzahl unterschiedlicher Maschinentypen in individueller Ausprägung. Um seine Prozesse zentral zu steuern und die beteiligten Systeme zusammenzuführen, wird auf Know-how aus dem Haus Camos gesetzt.

Mithilfe von Hightech-Kameras befreit der Tobaccosorter Tabak von Fremdkörpern

Gründe für die Anbieterwahl

Auf der Suche nach dem passenden Anbieter mit der optimalen Lösung stieß Hauni dann auf die Camos Software und Beratung GmbH. Das Unternehmen positioniert sich im Bereich komplexer und variantenreicher Produkte und ist als CPQ-Anbieter auf den Maschinen- und Anlagenbau spezialisiert. Es bietet eine umfassende Plattform, um die Variantenvielfalt der Maschinen und Anlagen abzubilden und im digitalisierten Angebots- und Auftragsprozess sicher und schnell nutzbar zu machen: von der Konfiguration, über die Kalkulation bis zur 3D-Visualisierung und der Ausgabe von Angebotsdokumenten.

Bei der Anbietersuche spielte für Hauni die Zukunftsfähigkeit eine wichtige Rolle. Das Maschinenbauunternehmen wollte Anpassungen in der Software und dem Regelwerk eigenständig umsetzen können. Das war einer der Gründe, warum man sich für Camos CPQ entschied. Hinzu kam die Systemperformance: „Bei uns arbeiten mehrere Anwender simultan an Angeboten und Aufträgen. Wenn dann bis zu 250 Einzelpositionen gleichzeitig geöffnet sind, müssen rund 100.000 mögliche Merkmale und Preise verarbeitet werden können“, betont M. Bruns. Das gelte besonders bei komplexen Einzelprodukten oder der Strukturierung von Baugruppen mit umfangreichem Regelwerk und zugehörigen Einzelteilen.

Die von Hauni gewünschte Lösung sollte das komplette Beziehungswissen im Konfigurator bündeln. Mit Camos CPQ nutzt Hauni nun ein Variantenmanagement, das zudem verfahrensspezifische Prozessflüsse berücksichtigt. Dazu kommen noch bidirektionale Schnittstellen zwischen Vertrieb und Engineering: „Wir wollten Wissen in beide Richtungen ausspielen: Änderungen in der Variantenkonfiguration sollten sich direkt im CAD auswirken – und Änderungen im CAD wiederum im Angebot“, sagt M. Bruns. Für transparente Prozesse suchte der Maschinenbauer auch die durchgängige Anbindung an das SAP-ERP: Eine automatisierte Schnittstelle sollte alle Bereiche vom ­Opportunity Management über die technische Angebotsklärung bis zur Abbildung der Herstellkosten und dem technischen ­Kundendienst miteinbeziehen.


Hauni bietet Stromtrockner in zehn Baugrößen mit bis zu 500 verschiedenen Merkmalen an