Wertschöpfungsprozesse im Engineering optimieren

Den Schaltschrank als zentralen Bestandteil der Automatisierung einerseits automatisiert zu fertigen und im Sinne intelligenter Konzepte in die Automatisierungslandschaft einzubinden, ist eine Zielsetzung des Software-Spezialisten Eplan. Die Redaktion sprach mit Sebastian Seitz, Vorsitzender der Geschäftsführung von Eplan und Cideon, über die aktuellen Lösungen.

Festo, Partner von Eplan, hat zahlreiche Komponentendaten im Data Portal gespeichert. Die modulare Demonstrationsanlage „Productivity ­Master“ bildet den digitalen Workflow von Planung, Engineering bis Wartung und Instandhaltung ab. Mittels Eplan „eView“ wird die elektrotechnische Dokumentation direkt verfügbar gemacht

Das 1984 gegründete Unternehmen Eplan bietet Software und Service rund um das Engineering in den Bereichen Elektrotechnik, Automatisierung und Mechatronik. Das Unternehmen entwickelt eine der weltweit führenden Softwarelösungen für den Maschinen-, Anlagen- und Schaltschrankbau. Standardisierte und individuelle ERP- und PLM/PDM-Schnittstellen sichern durchgängige Daten entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

„Alle unsere Eplan-Produkte – angefangen bei Preplanning, Harness proD, Fluid bis Electric P8, Pro Panel und Smart Wiring, inklusive dem Data Portal – dienen dazu, die Engineeringprozesse unserer Kunden von der ersten Vorplanung bis zum detaillierten Engineering und dem virtuellen Aufbau eines Schaltschranks zu unterstützen“, betont S. Seitz. Das Ziel dabei ist die umfassende Unterstützung des kompletten Wertschöpfungsprozesses.

Der Vorteil von Eplan liegt in der integrierten Plattform. „Wir können an unterschiedlichen Stellen Medienbrüche auf Kundenseite und daraus resultierende Informationsverluste auf der Engineeringseite vermeiden“, ergänzt der Firmenchef. „Alle ­Informationen – beispielsweise aus dem Preplanning-Modul – werden 1:1 weiterverwendet.“ Somit kann der Schaltschrank als Teil eines Gesamtautomatisierungssystems abgebildet werden – auch in dreidimensionaler Darstellung. Adressiert wird auch der Austausch der Daten zwischen allen Beteiligten; dies ist zum Beispiel wichtig bei einer Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern.

Bei all diesen Themen muss laut S. Seitz der Begriff „Kunde“ spezifiziert werden: „Maschinen- und Anlagenbauer sowie -betreiber und dafür tätige Systemintegratoren stellen unterschiedliche Ansprüche. In der Entwicklung gibt es andere ­Prioritäten als im Service und im Maintenance-Fall.“ Die Wertschöpfungsbereiche der Anwender sind unterschiedlich. Daraus resultiert, dass Anwender auch unterschiedliche Unterstützung benötigen. „Bei Eplan spielt aber der Maschinenbau mit etwa 50 % Anteil an den Kunden eine wesentliche Rolle“, fügt der Geschäftsführer an.


Sebastian Seitz ist Vorsitzender der Geschäftsführung von Eplan und Cideon

Sebastian Seitz ist Vorsitzender der Geschäftsführung von Eplan und Cideon