Korn-Ferry-Untersuchung: Weltweit steigen Gehaltsunterschiede

Der Lohnunterschied von einfachen Angestellten und von erfahrenen Führungskräften ist in den vergangenen zehn Jahren weltweit um 21,6 % gewachsen. Mit gerade einmal 1,6 % hat Europa darin die niedrigsten Steigerungen verzeichnet, Deutschland liegt bei 0,5 %. Zum Vergleich: im Vereinigten Königreich ist der Gehaltsabstand um 9,3 % gestiegen, in den USA um 12,2 %. Das ist das Ergebnis einer aktuellen weltweiten Untersuchung der Personal- und Organisationsberatung Korn Ferry.

(Bild: fotolia_kwanchaift)

 

In einigen europäischen Ländern hat sich der Abstand zwischen Gering- und Spitzenverdienern laut der Korn-Ferry-Untersuchung verringert. Dazu zählen unter anderem Polen (-13,4 %), Frankreich und Luxemburg (beide -5,8 %), Österreich (-4,1 %), die Schweiz (-3,7 %) und Italien (-3,1 %). Die stärksten Steigerungen wurden in Griechenland (10,9 %), Portugal (10,4 %) und im Vereinigten Königreich (9,3 %) verzeichnet.

„Die Gehaltsschere geht zwar weltweit immer deutlicher auseinander, nicht aber in diesem Maße in Europa und insbesondere auch nicht in Deutschland“, sagt Christine Seibel, Vergütungsexpertin bei Korn Ferry. „Das sollte allerdings nicht mit den Vermögensverhältnissen gleichgesetzt werden. Es wurde hier nicht der Reichtum, sondern einzig die Veränderung des Lohnunterschieds zwischen zwei deutlich voneinander entfernt liegenden Hierarchieebenen untersucht. Nicht eingeschlossen in die Untersuchung sind Vorstände und Geschäftsführungen. Das würde das Bild deutlich verändern.“